Tunnelbildung
Tunnelbildung, auch “Tunneling” genannt
Und was ist jetzt eigentlich diese Tunnelbildung?
Einfach erklärt:
Wenn die Kerze beim ersten Entzünden nicht genug Zeit hatte um bis zum Rand abzubrennen, kann sich, bei wiederholtem Anzünden und zu kurzen Brenndauern, ein „Tunnel“ bilden.
Das kann vermieden werden, indem die Kerze für einen längeren Zeitraum brennt - mindestens so lange, bis das gesamte Wachs bis zum Rand des Glases geschmolzen ist. Solltest du sie zu früh auslöschen, schmilzt sie in der Regel nur wieder bis an den Punkt, an dem das Wachs bei der letzten Abbrennung flüssig geworden ist - man nennt das “Wachsgedächtnis”.
Reparieren kann man es manchmal auch auf genau diese Art: einfach beim nächsten anzünden lang genug brennen lassen.
Wenn der Tunnel aber bereits zu tief ist, kann die Kerze dabei manchmal im Wachsbecken „ertrinken“. Das passiert, weil der Docht in der Mitte, im bereits niedrigeren Schmelzpool zu weit heruntergebrannt ist. Der Docht brennt ab und verkürzt sich mit sinkendem Wachsspiegel.
Es kann versucht werden überschüssiges, flüssiges Wachs zu entfernen. Achte dabei auf deine Sicherheit und stelle sicher, dass die Kerze ausgelöscht ist.
Das Wachs vom Rand abzukratzen empfiehlt sich nicht, da dadurch zu viel Wachs in dem Schmelzbereich (verflüssigtes Wachs um den Docht) sammelt und der Docht, wie oben beschrieben ertrinkt. Außer du entfernst das Wachs aus der Kerze.
Wenn man den Rand abkratzen will, dann bei erkaltetem Wachs. Das überschüssige Wachs sollte dann entfernt werden.
sauber abgebrannte Kerze
Wie das Bild mit der orangen Behälterkerze zeigt, kann so etwas nicht nur am Anfang passieren (beim ersten Abbrennen), sondern auch später. Ein weiteres Bild zeigt, wie eine sauber abgebrannte Kerze aussieht - man sieht den “Boden” der Kerze, womit die Metallklammer gemeint ist, die den Doch hält. Dazu erzähl ich euch in einem anderen Post ein wenig mehr!